Ein Beitrag von Stephan Melchert

Erstellt am 02.03.2021
Durchschnittliche Lesedauer: 3 Minuten

Nicht erst seit heute befindet sich der Automobilmarkt in einer grundlegenden Transformation. Der Klimawandel, die Globalisierung sowie demografische Veränderungen – das alles verändert die Automobilbranche nachhaltig und bringt neue Unternehmen auf den Markt. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: diese Veränderungen sind ein Katalysator für die Entstehung neuer, junger Unternehmen, welche das Potenzial haben, die Branche ordentlich umzukrempeln.

Jung, motiviert und voller Tatendrang

Das ist für uns der New Automotive Customer (NAC). Aber was genau bedeutet das jetzt? Kurzum steht New Automotive Customer für ein Unternehmen, welches relativ neu auf dem Markt der Fahrzeughersteller ist und sich der Herstellung oder Aufbau eines speziellen Fahrzeugtyps widmet. Elektromobilität heißt hier das Zauberwort. Nicht selten ist ein solches Unternehmen im Laufe des Studiums entstanden und wird dann nach der Universität weitergeführt. NAC adressieren oft einen ganz speziellen Kundenkreis mit ihren Fahrzeugderivaten, wie etwa nachhaltig orientierte und wohlhabende, technikaffine Stadtbewohner. Oder die New Automotive Customers hinterfragen mit ihrem Fahrzeugkonzept etablierte Fahrzeugderivate am Markt und fordern ganz explizit bestehende Lösungen am Markt heraus. Hier heißt es Wettbewerb belebt das Geschäft.

Der New Automotive Customer ist aus meiner Erfahrung sowohl im Markt für Nutzfahrzeuge als auch für Personenfahrzeuge verortet. Die entstehenden Fahrzeugkonzepte unterscheiden sich oftmals technologisch, wie auch vom Design erheblich von anderen Fahrzeugen auf dem Markt. Bei den Charakteristiken findet ebenso eine Verschiebung statt. Der Fokus wird vom Antriebsstrang entrückt und geht zu mehr anwendungsorientierten Lösungen hin, wie die Konnektivität im Fahrzeug. Dieser Paradigmenwechsel ist über die gesamte Branche zu beobachten.

Grundsätzlich versuchen die NAC einen effizienten und umweltbewussten Ansatz zu fahren. Sie nutzen daher oftmals existierende Teile des Aftermarkets für ihr Fahrzeug. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld im Vergleich zu der Eigenteilentwicklung. Dazu kommen aber auch neue Anforderungen, wie beispielsweise die totale Nachhaltigkeit, die auch die Lieferanten und Partner nachweisen müssen.

Neue Ideen bringen auch neue Herausforderungen

So innovativ die NAC auch sind, so groß sind die Defizite in der sogenannten Ramp-Up Phase, um das Fahrzeug auf die Straße zu bekommen. Neben den Hürden der Industrialisierung, ist es eben deutlich schwieriger eine Vielzahl an Fahrzeugen gleicher Qualität zu bauen, als einen Technologieträger. Aber es warten noch weitere Herausforderungen: bevor das Fahrzeug auf die Straße gebracht wurde. Einerseits ist das die Homologation, die Inverkehrbringung. Andererseits die Etablierung von Kontaktpunkten für die Kunden der NAC, denn diese wollen das Fahrzeug nicht nur kaufen, sondern auch gewartet haben. Hier kann ZF Aftermarket einen substanziellen Beitrag leisten und durch seinen globalen Fußabdruck dem New Automotive Customer helfen, den Markteintritt erfolgreich zu gestalten. Ziel von ZF Aftermarket ist es, eine zentrale Plattform für alle Belange zu installieren und dem NAC ein umfassendes Ökosystem anzubieten, dass ihn bei allen Herausforderungen der neuen Mobilität umfassend unterstützt.

Wie unsere Lösung dazu konkret aussieht, seht ihr im nächsten Blogbeitrag. Vielleicht wird dann auch der ein oder andere von euch ein New Automotive Customer?

Über den Autor

Portrait Stephan Melchert

Stephan Melchert

Stephan ist Key Account Manager E-Mobilität / New Automotive Customer / Retrofitting bei ZF. Als unser #zfexpert können wir ihn mit wenigen Worten beschreiben:

“Professionell, leidenschaftlich und mit Herz”